"Mit seinen Fittichen wird er dich decken, und du wirst Zuflucht  finden unter seinen Flügeln."

Stolpersteine

Stolpersteinverlegung für die Familie Kaufmann

Leo, Helene und Edith Kaufmann wurden 1938 durch die SA – angetrieben durch den Dorflehrer und unterstützt durch Teile der einheimischen, auch jugendlichen Bevölkerung – zur Flucht nach Belgien gezwungen. Dort überlebte die Familie untergetaucht und unter stetiger Lebensgefahr den Krieg. Im Dorf erinnerte bisher nichts an dieses dunkle Kapitel der Dorfgeschichte.

In einem Jugendgottesdienst in Roetgen am 75. Jahrestag der furchtbaren Pogromnacht des Jahres 1938 am 9. November 2013 entstand die Initiative zur Verlegung von „Stolpersteinen“ zum
Gedenken an die Familie Kaufmann aus Eicherscheid.

Jugendliche hatten sich in der Vorbereitung mit der Geschichte der Familie auseinandergesetzt und bei einem Besuch im Dorf auch mit Zeitzeugen gesprochen.

Die Präsentation im Gottesdienst war dann sehr eindringlich, bedrückend und zugleich ungeheuer bewegend. Spontan wurde eine erste Kollekte für die Verlegung gesammelt und wenige Tage später beschloss das Presbyterium, sich für die Verlegung einzusetzen und diese auch mit zu finanzieren. Es dauerte dann noch fast vier Jahre, bis die Idee Wirklichkeit werden konnte.

Am 10. Mai 2017 wurden die Stolpersteine in einer nachdenklichen Gedenkstunde durch den Kölner Künstler Günter Demnig auf der dem ehemaligen Wohnhaus der Kaufmanns gegenüber liegenden Straßenseite vor der Pfarrkirche verlegt. Dass Jugendliche aus unserer Gemeinde sich für dieses Projekt so engagiert eingesetzt haben – und es schließlich von Erfolg gekrönt war – erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit.


© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine
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Segelfreizeit auf dem "Vliegende Hollander"14. Juli 2017
Der große Tag ist da.