Präses Latzel ruft zum Gebet für die Ukraine auf

„Voll Schrecken und Sorge schauen wir auf die Situation in der Ukraine“, schreibt Präses Dr. Thorsten Latzel in einem Brief an die 643 Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland. „Nun erleben wir, dass mitten in Europa wieder Krieg ist und Diplomatie ihre Grenzen erfährt. Und wir erleben eine Ohnmacht angesichts der fortschreitenden militärischen Aggression seitens der russischen Regierung.“ In dem Schreiben erinnert Latzel an die Hoffnung, dass Christus den Menschen entgegen den Erfahrungen von Krieg und Gewalt in der Welt seinen Frieden zusagt. Der Präses ermutigt Christinnen und Christen, am Sonntag in den Gottesdiensten für den Frieden zu beten. Zum Beispiel mit einem Friedensgebet, das Pfarrerin Miriam Haseleu, nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied, auf der Landessynode formuliert hat.

Gott,

mit Sorge schauen wir in die Ukraine und nach Russland.
Wir bitten dich für alle, die in die politischen und diplomatischen Verhandlungen involviert sind.
Wir bitten dich um Weisheit und Geduld und den unbeirrbaren Willen zum Frieden.

Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine, in Russland und in ganz Osteuropa:
Wo Härte und militärische Stärke vorherrschen, schaffe du, Gott, dir Raum mit deiner Sanftheit und Güte und der Liebe zum Kleinen und Schwachen.
Wo Angst und Misstrauen sind, schaffe dir Raum mit deiner Großzügigkeit, mit der Hoffnung und dem Vertrauen.
Wo vergangene Ereignisse und Entfremdung Wunden geschlagen haben, da schaffe dir Raum mit deinem heilsamen Geist der Versöhnung.

Schaffe dir Raum, Gott, und deinem Shalom, deinem Frieden, der alle Menschen sieht und allen gilt.

Amen.

Präses Latzel ruft zum Gebet für die Ukraine auf